Die Siebtklässler des Burggymnasiums untersuchen Plankton auf Plastikrückstände

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Altena - Ein paar Tage noch, dann ruht der Betrieb im Burggymnasium für etwas mehr als sechs Wochen. Während zuhause für die Schüler der 6. bis 10. Klasse die Urlaubsplanungen bereits anlaufen, steht im Unterricht mit der Projektwoche vor den Sommerferien ein Alternativprogramm auf dem Stundenplan. Ihre Mitschüler der 5. und 11. Klasse sind hingegen schon auf Reisen – sie befinden sich seit Montag auf Klassenfahrt.

Die Konzentration der Schüler lässt bekanntlich kurz vor den Sommerferien nach. Die Klausuren sind geschrieben, die Zeugnisse liegen zum Unterschreiben beim Schulleiter. Da kommt ein Kontrast zum alltäglichen Schulleben in Form einer Projektwoche gerade recht.

 

Besonders die Sechstklässler waren am Montag zum ersten Tag ihrer Theater- Tanz- und Kreativprojekte voll in ihrem Element, lernten beim kreativen Schreiben, wie ein Theaterstück inklusive Regieanweisungen zu Papier gebracht wird und studierten beim „Sketchup“ verschiedene kurze Stücke zum Thema Smartphone ein. Unter anderem soll eine Romanze, in der eine Schülerin nur Augen für ihr Handy und nicht für ihren Mitschüler hat, einstudiert werden.


Im Rauschzustand ist selbst der Griff zur Flasche oder ein Handschlag problematisch. Das mussten die Achtklässler mithilfe einer Simulationsbrille vom Blauen Kreuz am eigenen Leib erfahren.

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Die Schüler der siebten Klasse gehen in ihren Projekten ernstere Themen um Mensch, Natur und Technik an. Sie befassen sich mithilfe von Referenten mit den Themen „Plastikmüll“ oder statten dem Phänomenta in Lüdenscheid einen Besuch ab. Nach Angabe von Projektwochenleiter Stefan Rhode kommen die Themen Gewalt- und Suchtprophylaxe für die Achtklässler gerade im richtigen Alter. Mithilfe von Masken, die einen alkoholisierten Zustand simulieren, erfahren die Schüler vom Blauen Kreuz aus Schwelm die Gefahren und körperlichen Einschränkungen im Rauschzustand. Selbst ein Handschlag fällt dabei schon schwer. „Aber auch die Berichte von Betroffenen werden von den Schülern sehr ernst genommen“, schildert Rhode.

Die Neuntklässler sammeln hingegen sportliche Erfahrungen, die innerhalb des Schulunterrichts nicht umgesetzt werden konnten. So geht es für eine Gruppe am Mittwoch zum Segelfliegen. Eine andere Gruppe sammelt heute sowie Donnerstag erste Erfahrungen mit Pfeil und Bogen an der Bogenschießanlage. Auch Windsurfen, Klettern, eine Mountainbike-Tour oder ein dreitägiges Fitnessprogramm mit Trainingsplan stehen zur Auswahl. Nicht ganz so sportbegeisterte Neuntklässler können Skulpturen von Sportlern anfertigen oder ins Fußballmuseum nach Dortmund reisen.

Das Sozialpraktikum wurde in den letzten Jahren in diesen Jahrgangsstufen nicht gut angenommen. „Von den Schülern sowie von den Einrichtungen“, erklärt Rhode. Das Projekt ist daher in diesem Jahr freiwillig. Immerhin zog es noch zehn Schüler für drei Tage in kirchliche Einrichtungen wie Diakonie oder Altersheim.

Ganz im Zeichen der beruflichen Orientierung steht die Woche für die Zehntklässler, die sich neben der Fachhochschule in Lüdenscheid auch die Universität Wuppertal anschauen. Außerdem werden sie auf Bewerbungen und Auswahlverfahren im Assessment-Center vorbereitet.

Von dem ganzen Trubel in der letzten Woche bekommen die Stufen fünf und elf derweil nichts mit. Die Fünftklässler absolvieren ein erlebnispädagogisches Training auf Norderney, während die „Elfer“ auf Leistungskurs-Fahrten in Rom, Barcelona oder Wien sind.

Bild und Text: F. Hollenhorst (AK)
Quelle:
 https://www.come-on.de/lennetal/altena/burggymnasium-ruht-normale-schulbetrieb-woche-ferien-10018889.html